Gesundheit & Armut: Nationale Tagung diskutiert Gig Economy
Bern – Eine nationale Tagung zum Thema Gesundheit und Armut findet statt, wobei der Fokus auf den Auswirkungen der wachsenden Gig Economy liegt. Die Konferenz, die heute in Bern beginnt, untersucht die besonderen Herausforderungen, die diese neue Arbeitsform für die Gesundheit und das Wohlergehen der Arbeitnehmer mit sich bringt.
Die Gig Economy, ein Begriff für kurzfristige, projektbasierte Arbeit, hat weltweit und auch in der Schweiz in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Im Vergleich zu traditionellen Arbeitsverhältnissen bietet sie zwar Flexibilität, birgt aber auch Risiken. Dazu gehören unsichere Einkommensverhältnisse, fehlende soziale Absicherung und lange Arbeitszeiten, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können.
Die Tagung bringt Experten aus verschiedenen Bereichen zusammen, darunter Gesundheitswissenschaftler, Sozialarbeiter, Juristen und Vertreter von Arbeitnehmerorganisationen. Ziel ist es, die gesundheitlichen Folgen der Gig Economy besser zu verstehen und mögliche Lösungsansätze zu entwickeln. Diskutiert werden unter anderem Fragen der Arbeitssicherheit, des Zugangs zu Gesundheitsleistungen und der sozialen Absicherung von Gig-Workern.
Die Zunahme der Gig Economy ist ein globales Phänomen, das durch technologische Entwicklungen und veränderte Arbeitsmarktbedingungen begünstigt wird. In der Schweiz betrifft sie insbesondere Branchen wie den Transport, die Gastronomie und den Online-Handel. Die Auswirkungen auf die Gesundheit der Arbeitnehmer sind jedoch noch nicht vollständig erforscht, weshalb die nationale Tagung einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung leisten kann.
Die Organisatoren hoffen, dass die Tagung zu konkreten Handlungsempfehlungen für Politik, Arbeitgeber und Arbeitnehmer führt, um die negativen gesundheitlichen Folgen der Gig Economy zu minimieren und gleichzeitig die Chancen dieser neuen Arbeitsform zu nutzen.




