Wirtschaftsweise: Einschnitte Pflege, Gesundheit, Rente nötig

Bern – Die Ausgaben in den Bereichen Pflege, Gesundheit und Rente drohen laut dem Schweizerischen Expertenrat für Wirtschaft, Technologie und Innovation (SECO) ausser Kontrolle zu geraten. Der Rat, der als Regierungsorgan berät, fordert daher tiefgreifende Einschnitte, um den Sozialstaat zu stabilisieren.
In seinem jüngsten Bericht warnt der SECO vor einer zunehmenden Belastung der öffentlichen Finanzen durch die steigenden Kosten in diesen wichtigen Bereichen. Die alternde Bevölkerung und der medizinische Fortschritt tragen massgeblich zu dieser Entwicklung bei. Ohne Massnahmen, so der Rat, könnten die langfristige Tragfähigkeit des Sozialstaates gefährdet werden.
Konkret plädieren die Wirtschaftsweisen für eine Überprüfung und gegebenenfalls Reduktion der Leistungen in den Bereichen Pflege und Rente. Sie argumentieren, dass einfache Kürzungen beim Personal, beispielsweise durch die Verlagerung von Beamten in andere Bereiche, wenig Wirkung zeigen würden. Die eigentlichen Kosten treiben andere Faktoren an.
Der SECO betont, dass Reformen notwendig sind, um den Sozialstaat zukunftsfähig zu gestalten. Dies erfordert eine umfassende Diskussion über die Prioritäten und die Verteilung der Ressourcen. Es wird erwartet, dass die Empfehlungen des Rates die politische Debatte über die Zukunft des Sozialstaates in der Schweiz befeuern werden. Die Regierung wird nun den Bericht prüfen und mögliche Massnahmen in Erwägung ziehen.
Die aktuellen Ausgaben in Pflege und Gesundheit sind bereits beträchtlich und nehmen aufgrund verschiedener demografischer und technologischer Faktoren weiter zu. Die Diskussion über die langfristige Finanzierung des Sozialstaates ist daher von zentraler Bedeutung für die Schweiz.




