Deepfakes: Auch Nicht-Prominente Gefährdet

2026-06-04
Deepfakes: Auch Nicht-Prominente Gefährdet

Bern – Das Bundesamt für Polizei (fedpol) warnt vor der zunehmenden Gefahr von sexualisierten Deepfakes. Neue Software ermöglicht es mittlerweile auch Laien, täuschend echt wirkende Bilder und Videos zu erstellen, was die Risiken für eine breite Bevölkerungsgruppe erhöht.

Bisher galten Prominente als Hauptziel von Deepfake-Angriffen. Die Entwicklung benutzerfreundlicher Software verändert dies jedoch grundlegend. Personen ohne spezielle technische Kenntnisse können nun relativ einfach manipulierte Inhalte erstellen und verbreiten, die schwer von echten Aufnahmen zu unterscheiden sind.

Das Ministerium betont, dass sexualisierte Deepfakes eine ernste Verletzung der Privatsphäre darstellen und erhebliche psychische Belastungen für die Betroffenen verursachen können. Die Verbreitung solcher Inhalte ist zudem strafbar.

Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Technologie für Deepfakes immer zugänglicher und fortschrittlicher wird. fedpol empfiehlt, bei verdächtigen Inhalten Vorsicht walten zu lassen und diese gegebenenfalls bei der Polizei zu melden. Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Opfer von Deepfakes professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen sollten.

Die Entwicklung und Verbreitung von Deepfakes wirft zudem ethische Fragen auf, die eine gesellschaftliche Debatte erfordern. Es ist wichtig, das Bewusstsein für die Risiken zu schärfen und Massnahmen zur Bekämpfung von Deepfake-Missbrauch zu ergreifen.

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