Bayern: Zeckenkrankheiten nehmen zu – Über 500 Fälle gemeldet

2026-05-22
Bayern: Zeckenkrankheiten nehmen zu – Über 500 Fälle gemeldet

München – In Bayern sind im laufenden Jahr bereits mehr als 500 Menschen an Zeckenübertragenen Krankheiten erkrankt. Die Zahl der Fälle liegt leicht unter dem Vorjahreswert, doch das Gesundheitsministerium warnt vor Selbstüberschätzung und mahnt zu erhöhter Vorsicht.

Laut Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums wurden seit Beginn des Jahres über 500 Fälle von Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) registriert. Im Vorjahr lag die Zahl zu diesem Zeitpunkt etwas höher. Die Zeckenaktivität ist weiterhin hoch, und das Risiko einer Infektion besteht vor allem in Wald- und Graslandschaften.

Gesundheitsministerin Marion Gerlach betont die Bedeutung von präventiven Maßnahmen. „Wir beobachten die Entwicklung der Zeckenkrankheiten genau und möchten die Bevölkerung eindringlich auffordern, sich vor Zeckenstichen zu schützen“, so Gerlach. Dazu gehören das Tragen von heller Kleidung, das Anbringen von Zeckensperren und die regelmäßige Kontrolle des Körpers nach Aufenthalten im Freien.

Neben der Prävention empfiehlt die Ministerin, sich gegen FSME impfen zu lassen. Ein Impfschutz bietet wirksamen Schutz vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis, einer schweren neurologischen Erkrankung, die durch Zecken übertragen wird. Borreliose kann hingegen durch Impfung nicht verhindert werden, daher ist ein konsequenter Schutz vor Zeckenstichen besonders wichtig.

Das Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass Zeckenstiche frühzeitig erkannt und behandelt werden sollten. Bei Verdacht auf eine Zeckenkrankheit sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

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