Zürich: 3D-Drucker baut Tunnel für Leitungen

Zürich – Eine innovative Technologie aus Zürich verspricht, die Verlegung von Leitungen unterirdisch zu revolutionieren. Eine neue Mikrotunnelbohrmaschine, entwickelt in der Schweiz, stabilisiert die Tunnelwand während des Baggerbetriebs direkt durch 3D-Druck. Dies ermöglicht eine effizientere und potenziell kostengünstigere Verlegung von Versorgungsleitungen wie Wasser-, Gas- oder Stromleitungen.
Die Maschine arbeitet, indem sie während des Vortriebs eine spezielle Schicht aus einem 3D-druckbaren Material aufträgt. Dieses Material härtet aus und bildet so eine stabile Wand, die den frisch aufgeschlissenen Tunnelabschnitt sichert. Der Vorteil dieser Methode liegt in der Vermeidung separater Stützkonstruktionen und der Reduzierung von Aushubarbeiten, was sowohl Zeit als auch Ressourcen spart. Die Technologie ermöglicht zudem eine präzisere Platzierung der Leitungen und reduziert die Beeinträchtigung der Oberfläche.
Mikrotunnelbohrmaschinen werden bereits seit einiger Zeit eingesetzt, um unterirdische Infrastruktur zu verlegen. Traditionell werden dabei jedoch vorgefertigte Tunnelrohre verwendet oder die Tunnelwände manuell abgestützt. Die Integration des 3D-Drucks stellt einen deutlichen Fortschritt dar, da sie den Prozess automatisiert und die Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Bodenverhältnisse erhöht. Die Technologie könnte in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Modernisierung und Erweiterung der städtischen Infrastruktur spielen, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten, in denen oberirdische Bauarbeiten vermieden werden sollen. Es wird erwartet, dass die ersten Pilotprojekte in Zürich in den kommenden Monaten stattfinden werden, um die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Systems unter realen Bedingungen zu testen.



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